Epicrates subflavus galt bis vor wenigen Jahren noch als praktisch nicht verfügbar für den "Normalterrarianer." Vor einigen Jahren wurden jedoch Nachzuchten aus dem Zoo von Jersey an Terrarianer abgegeben. Diese vermehrten sich erstmals in 2004 sehr gut. Wir haben aus einem dieser Würfe in 2004 2,2 Tiere erworben.

Unsere Jungtiere führen ein sehr verstecktes Leben, am Tage bekommt man sie nur sehr selten zu Gesicht. Sie halten sich dann und auch nachts ganz überwiegend im oberen Bereich ihrer Terrarien auf. Unsere Schlangen bevorzugen dabei - wie auf den Bildern gut ersichtlich - sehr dünne Zweige. Mit zunehmender Größe scheinen die Tiere dieses Verhalten jedoch abzulegen und sind häufiger am Boden zu finden.

Im Gegensatz zu z.B. Epicrates fordi sind die Schlangen als Jungtiere deutlich zurückhaltender beim Fressen von Nagern. Man muss schon ein paar "Tricks" anwenden, damit die angebotenen Nager nicht verschmäht werden. Unsere Schlangen fressen nur, wenn sie sich unbehelligt fühlen. Aus diesem Grunde pflegen wir unsere Epicrates subflavus einzeln um die Futteraufnahme überwachen zu können.

Als Endgröße gibt TRUTNAU "200 cm, selten ein wenig mehr" an. Maße um ca. 150 cm scheinen jedoch im Normalfall realistischer.

Epicrates subflavus ist in ihrer Heimat Jamaika insbesondere durch Biotopzerstörung akut vom Aussterben bedroht. Für die in Gefangenschaft gepflegten Exemplare gibt es zur Arterhaltung ein europäisches Zuchtbuch.

Links:

http://www.studbooks.org

Literatur:

Trutnau, L., Ungiftige Schlangen Band 1/1, Verlag Eugen Ulmer: 198 ff. - hier zu bestellen
Walls, J. G., The living boas - a complete guide to the boas of the world, T.F.H. PUBLICATIONS INC.: 130 ff.