El Salvador-Imperatoren werden recht selten in menschlicher Obhut gehalten.
Nachzuchten gab es bisher nur sehr wenige. Um so mehr freuen wir uns, dass es nach
Jahren der Pflege in zuerst in 2006 und wieder in 2008 bei uns geklappt hat. Bei unseren Tieren handelt es sich um
Importe aus 1999. El Salvador lässt mittlerweile keine Exporte mehr zu, so dass
es nur wenige Möglichkeiten gibt, Tiere dieser Regionalität zu
erwerben. Diese Variante scheint sehr kleinwüchsig zu sein. Unsere Tiere sind allesamt kleiner als 1,50m. Wobei die Männchen mit ca. 1,20m schon echte Zwerge sind. Auch die Nachzuchten werden wohl nicht signifikant größer. Ein für uns zurückbehaltenes Tier aus unserer Zucht 2006 misst zur Zeit (Sommer 2008) nur knapp über einen Meter, obwohl es stets gut gefüttert wurde. Das Temperament der Tiere ist recht ausgeglichen, allerdings lassen sie sich ungern händeln. Es kann dann schon mal passieren, dass sie zuschnappen. Unsere Nachzuchten zeigten als Jungtiere dagegen ein völlig ruhiges Verhalten. Im Fressen sind die Tiere recht zurückhaltend und gehen nicht jedes Mal an das angebotene Futter. Insbesondere in den Wintermonaten wird weniger gefressen. Nach unserer Erfahrung hat dies jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Konstitution der Tiere. Selbst nach einer mehrmonatigen Pause im Winter verlieren die Tiere kaum Masse. Wir haben aus unserem Wurf 2006 ein Weibchen zurückbehalten. Dieses hat im Gegensatz zu den Importtieren ein völlig normales Fressverhalten. Auch in den Wintermonaten wird normal weitergefressen. Man kann also vermuten, dass das Fressverhalten der Importe auf deren Lebensraum zurückzuführen ist. Bemerkenswert ist, dass die Schlüpflinge erheblich
größer sind als die vergleichbarer kleinerbleibender Boas. Ob dies
eine Anpassung an den Lebensraum und die zur Verfügung stehende
Erstnahrung ist, kann nur spekuliert werden. Jedenfalls gehen die
Schlüplinge problemlos und sehr schnell an angebotene Mäuse, während
man gerade bei Honduras-imperatoren doch einige Geduld mitbringen mus.
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